Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Berichte im Kreisanzeiger vom 12.08.2002

 

Amtseinführung in Gedern von Pfarrer Johann

Bericht vom Kreisanzeiger vom 12.08.2002

,,Im Gederner Pfarrhaus brennt jetzt wieder Licht"

Mit Festgottesdienst wurde Kurt Johann in sein Amt eingeführt

Von Britta Groth

 

GEDERN (xy). Die pfarrerlose Zeit der evangelischen Kirchengemeinde in Gedern hat seit gestern ein Ende: Mit einem Festgottesdienst wurde Pfarrer Kurt Johann in sein neues Amt eingeführt. Viele Gederner, aber auch Gemeindemitglieder seines vorherigen Wirkungskreises Ranstadt, waren in die mit unzähligen Sonnenblumen geschmückte Kirche gekommen. Edith Möbs, Vorsitzende des Kirchenvorstands, übernahm die Begrüßung und freute sich, dass nach sechsmonatiger Doppelvakanz jetzt eine der Stellen neu besetzt besetzt werden konnte.

Der 43-jährige Johann war zuvor fast zehn Jahre in Ranstadt tätig. Im September vergangenen Jahres war der damalige Gederner Pfarrer Hans-Jürgen Riewe in den Ruhestand versetzt worden, kurz darauf wurde sein Kollege Hans Karl verabschiedet. Für die Kirchengemeinde brach nun eine ,,pfarrerlose" Zeit an. Diese Phase sprach auch der zuständige Dekan Wolfgang Keller in seinen Einführungsworten für den neuen Pfarrer an: ,,Es gab nicht wenige, die mulmig wegen der pastoralen Versorgung in die Zukunft sahen. Jedoch ist es gelungen, das Schiff, das sich Gemeinde nennt, nicht nur über Wasser zu halten, sondern seetüchtig zu machen." Passend zu diesem Vergleich stimmten die Mädchen und Jungen vom evangelischen Kindergarten Gedern schwungvoll das Lied "Volle Kraft voraus" an. Keller segnete Johann für seine kommende Aufgabe. ,,Er will hier leben und arbeiten — nehmen Sie ihn beim Wort", so sein Appell an die Kirchengemeinde. Er freue sich, dass im Gederner Pfarrhaus wieder ,,Licht brenne", zumal Johann als Theologe klar positioniert und als Mensch geradeheraus sei.

Als Vertreter für die Pfarrerschaft des Dekanates Schotten begrüßte Johannes Hoffmann aus Wingershausen seinen neuen Amtsbruder mit: ,,Lasst uns nach dem streben, was zum Aufbau der Gemeinde dient.

Bei seiner ersten Predigt von der Kanzel der Gederner Kirche dankte Johann allen, die die Zeit der Vakanz mit Leben erfüllt haben. ,,Ich bin angekommen und habe den Weg auf die Kanzel gefunden", konstatierte er. Hier in Gedern habe man längere Zeit auf die Besetzung der Pfarrstelle warten müssen und darum gekämpft. Das zeige ihm, wie wichtig das Amt für die Kirchengemeinde sei. Er hoffe jedoch, dass das keinen Rückzug bedeute:

,,Es ist ja jetzt einer da!"

In Ranstadt sei er oft gefragt worden, warum er gehe. ,,Ich empfinde diesen Wechsel als Weg, auf den Gott mich und meine Familie geführt hat", gestand er. ,,Ich gehe diesen Schritt vertrauensvoll und zuversichtlich."

 

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