Evangelische Kirchengemeinde Gedern
Pfarrer > Berichte im Kreisanzeiger vom 15.08.2002

Berichte im Kreisanzeiger vom 15.08.2002

 

Zwei neue Pfarrer treten im August ihren Dienst an

Kreisanzeiger im August 2002

 

Gederns evangelischer Kirchenvorstand hat erfolgreich gekämpft — Katholischer Priester Josef Mohr wechselt nach Neustadt

 

 

Von Wolfgang Kunert

 

GEDERN. Am 11. August tritt sowohl bei der katholischen als auch bei der evangelischen Kirche jeweils ein neuer Mann seinen Dienst als Pfarrer an. Bei der letztgenannten Kirche hat damit das Ringen des Kirchenvorstandes mit der Verwaltung in Darmstadt um die Besetzung der seit mehreren Monaten vakanten Stelle ein Ende. Im September vergangenen Jahres war Hans-Jürgen Riewe in den Ruhestand verabschiedet worden. Nur wenige Monate später wurde sein Kollege Horst Karl verabschiedet. .Doch die pfarrerlose Zeit ist vorbei, so Kirchenvorstandsmitglied Horst Kissel. Wie er gestern mitteilte, habe das Gremium mit Erfolg für die Wiederbesetzung der Stelle gekämpft. Anfang des Jahres war die Verwaltung wegen ihres Verhaltens im Zusammenhang mit der Neubesetzung der Pfarrstelle vom Kirchenvorstand heftig kritisiert worden (der Kreis-Anzeiger berichtete). Kissel und seine Mitstreiter hatten der Kirchenverwaltung vorgeworfen, die Personalabteilung habe es verschlafen, sich rechtzeitig um die Nachfolge zu kümmern. Doch Kissel blickt nicht mehr im Zorn zurück. „Diese Zeit gehört zum Glück jetzt der Vergangenheit an. Wir haben uns in der Angelegenheit selbst bemüht. Und das mit Erfolg.“ Man habe einen würdigen Nachfolger für Hans-Jürgen Riewe gefunden.

 

Der neue Mann auf der Kanzel in der Gederner evangelischen Kirche heißt Kurt Johann, ist 42 Jahre alt und kommt aus Ranstadt , wo er seit 1996 das Amt des Pfarrers ausübt. Johann, verheiratet und Vater von drei Töchtern, habe inzwischen alle entsprechenden Schritte für seinen Wechsel eingeleitet, so Kissel. Was ihn besonders freute, sei die Tatsache, dass sich der bisherige Ranstädter Kirchenmann von sich aus auf Grund der Ausschreibung um die Stelle beworben habe.

 

„Von Seiten der Verwaltung wurden wir in dieser Frage ja so ziemlich allein gelassen“, zog Kissel das Resümee über die Vorgänge um die Neubesetzung der Gederner Stelle. Johann selbst bestätigte gestern auf Anfrage die Zusage, das Amt in Gedern anzutreten. Sein Kirchenvorstand sei über seine Pläne informiert. Allerdings müsse er dem Gremium jetzt noch mitteilen, dass der Wechselperfekt sei. Mit seinem Amtsantritt ist die Personalsituation in Gedern allerdings noch nicht ganz bereinigt. Für den am 1. Februar in Ruhestand gegangenen Pfarrer Karl ist noch kein Nachfolger in Sicht. Es bleibe auch offen, ob die Stelle auf Grund von Sparmaßnahmen bei der Kirche überhaupt besetzt werde. kommentierte Kissel vor Wochen die Situation.

 

Wenn Johann am 11. August erstmals offiziell in Gedern vor den Altar tritt, verabschiedet sich an diesem Tag nur wenige Meter entfernt im katholischen Gotteshaus Priester Josef Mohr von den Mitgliedern der St. Petrus-Gemeinde. Der 43-Jährige verlässt Gedern dann nach neun Jahren und einem Monat. Er wechselt zur St. Joseph-Gemeinde in Mainz-Neustadt mit 3 700 Mitgliedern.

In Gedern betreute er 1.800 Katholiken. Es sei sein persönlicher Wunsch gewesen, eine neue Aufgabe zu übernehmen, erklärte er den Grund für seihe Pläne, die Stadt zu verlassen. Mohr ist froh darüber, dass sein Weggang nicht zu einer Vakanz der Pfarrstelle in der Gemeinde führen wird. Rechtzeitig habe sich die Kirchenleitung erfolgreich um einen Nachfolger bemüht. Gefunden wurde er im südhessischen Trebur. Von dort habe sich auf eigenen Wunsch Hermann Fuchs um das Amt in Gedern beworben. .Der ebenfalls 43-Jährige, der 1987 die Priesterweihe empfing, verlässt seine 2.400 Mitglieder umfassende Gemeinde, um die St. Petrus-Gemeinde am Rande des Vogelsbergs zu übernehmen. Sein offizieller Amtsantritt ist der 1. September, erläuterte Mohr.

 

nach oben

zurück

 

KirchenvereinePfarrerKinderGemeindehausKirchePfarrbüro